Tag des offenen Denkmals bei der Koptischen Kirche

Am 09.09.18 ab 10 Uhr ist es wieder soweit. Die Koptisch-Orthodoxe Kirche öffnet ihre Türen zum Tag des offenen  Denkmals.

Wie jedes Jahr am zweiten Sonntag im September können historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, besichtigt werden. Auch die Koptisch-Orthodoxe Kirche im FAN-Kiez nimmt daran teil und würde sich über viele Neugierige freuen

„Geschichte zum Anfassen” – das bietet der Tag des offenen Denkmals dem Besucher dabei in wohl einmaliger Weise.

Das diesjährige Programm lautet:

10.00 – 12.30 Uhr: Gottesdienst
14.00 – 15.00 Uhr: Führung ins Kirchengebäude mit Fr. Dr. Abri
15.00 – 16.00 Uhr: Chor der Koptischen Kirche
ab 14.00 Uhr: Kinderbespaßung

 

Nähere Informationen finden Sie hier im Flyer der Koptischen Kirche.


Hinweis: kostenlose Führungen der koptischen Kirche

Wer sich schon immer gefragt hat, was sich hinter den Gemäuern der koptischen Kirche am Roedeliusplatz verbirgt, kann nun bei einer der kostenlosen Führungen seine Neugier stillen. Ab sofort stellt sich die koptische Gemeinde Berlin allen Interessierten immer mitwochs in 14 tägigem Rythmus vor. Dazu sind explizit ALLE Mensche eingeladen, die gerne kommen möchten, unabhängig von Wohnort, Herkunft, Geschlecht oder Religion. Dabei entsteht sicher der ein oder andere spannende Dialog.

Die nächsten Termine:
18.07., 01.08., 15.08., 29.08.2018

(zusätzliche Termine können vereinbart werden)

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer der koptischen Kirche. Flyer_koptische_Kirche

 



Wiedersehen in Lichtenberg – Film und Diskussion

Über Neonazis und die Verharmlosung rechter Gewalt

Die Gefahr und das Gewaltpotential der rechten Szene wurden nach der friedlichen Revolution in Ost und West gleichermaßen unterschätzt. Obwohl das Ausmaß rechter Gewalt in der DDR bereits in den 80er Jahren nicht mehr verheimlicht werden konnte, verharmlosten SED und Stasi es als jugendliches „Rowdytum“, das vom Westen gesteuert sei. Dass es bereits in der DDR ein gravierendes Neonazi-Problem gab, wollte die Staatsführung nicht wahrhaben. Bis auf einige wenige große Schauprozesse blieb die Szene weitestgehend unbehelligt. Doch in den Gefängnissen von Brandenburg, Torgau oder Bautzen waren die Haftbedingungen extrem und eine Auseinandersetzung mit den Jugendlichen fand nicht statt. Viele, die 1989/90 aus den Haftanstalten entlassen wurden, waren im Anschluss daran gefestigte und vor allem gewaltbereite Neonazis.

Der nachlässige Umgang, das Verleugnen und Ignorieren führten dazu, dass sich rechtes Gedankengut in der Gesellschaft verfestigte und sich ein harter Kern rechter Kader herausbilden konnte.

Ingo Hasselbach
 – ehemals Führungsgröße der Ostberliner Neonazi-Szene und später Gründer der Aussteigerinitiative EXIT – und einige Mitstreiter wurden vom Journalisten Peter Wensierski bereits 1990 in Lichtenberg gefilmt und befragt. Sie sprechen über das Ausmaß rechter Gewalttaten in der DDR und die Wurzeln der Radikalisierung, die bis heute in das rechte und rechtspopulistische Milieu hineinreichen. Es werden bislang unveröffentlichte Filmausschnitte aus der rechten Szene Ostberlins und insbesondere Lichtenbergs von 1987 bis 1991 gezeigt.

Das Gespräch wird von Nadja Klier moderiert.

Eine Veranstaltung des BStU und der Robert-Havemann-Gesellschaft.

Der Eintritt ist frei.

Wann: Donnerstag, 24. Mai 2018, 19.00 Uhr

Wo: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie „Haus 22“, Ruschestraße 10, 10365 Berlin


Filmreihe 2018

Es sind zwar schon ein paar Termine vorbei, jedoch bleibt es eine spannende Dokumentationsreihe auch für alle Nachbar*innen des Sanierungsgebiets. Diesmal „Onkel Willy“: Der erste, der aus der Klasse eine Familie gründet, ist Willy.

 

Einmal im Monat wird die dokumentarische Langzeitbeobachtung „Die Kinder von Golzow“ gezeigt, um sich weiter mit dem Alltag in der DDR auseinanderzusetzen.  Die Doku zeigt exemplarisch an 18 Schülerinnen und Schülern einer Dorfschule im Oderbruch, wie mensch in der DDR aufwuchs und welche biografischen Brüche die einzelnen nach 1989 hinlegen konnten oder mussten. Nach den Filmen wollen wir jeweils mit euch diskutieren.

Die Dokumentarfilme der Reihe „Die Kinder von Golzow“ zeigen das Leben in Zeitraffer. Über fast fünf Jahrzehnte ab der Einschulung 1961 wurden die Protagonistinnen und Protagonisten von einem Filmteam regelmäßig aufgesucht, im Alltag begleitet und befragt. Die Geschichten und die mit ihnen verbundenen Blicke auf Lebenswirklichkeiten sind ein Stück Geschichte der DDR und des DEFA-Dokumentarfilms. Seit 1961 sind so 19 Filme bzw. über zweiundvierzig Filmstunden entstanden. Wir zeigen davon nur eine Auswahl.

An 12 Terminen, jeweils am vierten Montag im Monat, immer um 19 Uhr, das ganze Jahr 2018 hindurch, im Plattenkosmos auf dem Hinterhof des Hausprojekts Magdalenenstraße 19. Der Raum ist leider (noch) nicht barrierefrei. Die Filme werden mit englischem Untertitel gezeigt.